Untersuchungsgefängnis in Harbin wurde in ein rechtswidriges „Transformationszentrum“ umgewandelt

Die Behörden haben ein Untersuchungsgefängnis in Harbin, einer nordöstlichen Stadt in China, als „Anti-Kult-Transformationszentrum“ für Falun-Gong-Praktizierende umgewandelt. Es kann bis zu 50 weibliche Praktizierende gleichzeitig aufnehmen.

Laut Quellen vergeben die Behörden 50.000 Yuan (ca. 6.700 Euro) für jeden Falun-Gong- Praktizierenden, der erfolgreich „umerzogen“ wird.

Dieses „Transformationszentrum" ähnelt den Gehirnwäschezentren, in denen physische und psychische Folter angewandt wird, um die Praktizierenden zu zwingen, die drei Aussagen (Reueerklärung, Garantieerklärung und Dissoziationserklärung) zu unterschreiben, um Falun Dafa zu diffamieren.

Die „Umerziehungs"-Praktiken verletzen mehrere Artikel der staatlichen Haftanstalten-Verordnung zum Schutz der persönlichen Freiheit und der Persönlichkeitsrechte.

Sie verstoßen auch gegen Artikel 50 des Strafprozessrechts, in dem es heißt: „[Richter, Staatsanwälte und Ermittler] sind strengstens verboten, Geständnisse durch Folter zu erpressen, Beweise durch Drohungen, Verlockung, Täuschung oder andere ungesetzliche Mittel zu sammeln oder jemanden zu zwingen, Beweise für seine eigene Schuld zu erbringen".

Einige der Taktiken des „Transformationszentrums"

1. „Wu Yanli's Studio"

Wu Yanli war Polizistin. Sie hat Psychologie studiert und half bei Gehirnwäschen an Falun-Gong- Praktizierenden mit. Das Zentrum beförderte sie zur stellvertretenden Direktorin und gründete im Februar 2018 ein Studio unter ihrem Namen. Dieses Studio konzentriert sich darauf, die Inhaftierten „umzuerziehen“.

2. „Humanes“ Management

Das Zentrum führt sein „humanes" Management an, was in Wirklichkeit bedeutet:

Täuschung, Verführung, Bedrohung, Druck und Erniedrigung. Die Polizei bringt den Ehepartner und die Kinder dazu, die Praktizierenden unter Druck zu setzen, damit sie ihren Glauben aufgeben.

3. Taktik

Die Polizei erzählt inhaftierten Praktizierenden die „Erfolgsgeschichten" von sogenannten „transformierten" Praktizierenden. Zum Beispiel, XX wurde acht Monate nach dem Schreiben der „drei Aussagen" freigelassen; eine Praktizierende, die nach sechs Monaten Hungerstreik die „drei Aussagen“ geschrieben hatte, wurde nur zu drei Jahren verurteilt; und XY wurde zu fünf Jahren verurteilt, weil sie die „drei Aussagen“ nicht geschrieben hatte.

4. Implikation

Die Wärter befehlen den Praktizierenden, sich die Gefängnisvorschriften zu merken. Wenn die Praktizierenden sich weigern, drohen die Wärter: „Wenn du es nicht tust, wird jeder denken, dass du ihnen Ärger machst." Die Wärter reden den Praktizierenden auch immer wieder ein, wie viel Schmerz die Verhaftung ihrer Familie verursacht habe, und dass sie die drei Aussagen schreiben sollten, um freigelassen zu werden.

5. Erniedrigung

Die Polizisten sagen den Praktizierenden, dass sie in Ruhe gelassen würden, wenn sie die drei Aussagen geschrieben haben. Aber wenn ein Praktizierender die Aussagen schreibt, bringt die Polizei sie an einen anderen Ort, um sie zu filmen und die Aussagen Zeile für Zeile vor einer Kamera zu lesen.

6. Vortäuschen von Pflege

Einige Praktizierende wurden bei der Verhaftung verletzt. Das Zentrum zeigt, dass es sich um sie „kümmert", indem es sie medizinisch behandelt. Die Wärter bringen ihnen auch warmes Wasser und Medikamente.

7. Gezwungen, Yoga zu praktizieren

Das Zentrum verlangt von jedem Häftling, Yoga zu praktizieren. Die Zeit dafür ist festgelegt. Das geschieht, um die Falun Dafa-Praktizierenden zu zwingen, mit dem Praktizieren von Falun Dafa aufzuhören und zu Yoga zu wechseln.

 

Chinesische Version

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