Ehemaliger Sicherheitsdirektor: „Ich wurde Zeuge der inszenierten Selbstverbrennung auf dem Platz des Himmlischen Friedens"

Mein Mann und ich lebten und arbeiteten über 60 Jahre in Xinjiang, China. Im April 2002 beschlossen wir, in unsere ehemalige Heimatstadt zurückzukehren. Der dortige Chef für Öffentliche Sicherheit, ein persönlicher Freund der Familie, kam uns besuchen und wir hatten ein langes Gespräch. Dabei war auch Falun Gong ein Thema.

Als wir auf die inszenierte Selbstverbrennung auf dem Platz des Himmlischen Friedens [1] zu sprechen kamen, sagte er: „In den Tagen vor dem Ereignis im Jahr 2001 wurden die obersten Leiter der Kreisbüros für öffentliche Sicherheit zu einem Treffen nach Peking geladen. Ich habe auch daran teilgenommen.

Nach dem Treffen besuchten wir alle die Verbotene Stadt [2]. Dort wurde uns plötzlich befohlen, zum Platz des Himmlischen Friedens zu gehen - wo wir Zeugen der inszenierten Selbstverbrennung wurden."

Unser Freund dachte, dass der Zeitplan verdächtig war. Es schien, als wollten hohe Beamte in Peking, dass die Sicherheitschefs dieses inszenierte Ereignis persönlich miterlebten.

Falun Gong muss gut sein

Er fuhr fort: „Als Falun-Gong-Praktizierende am 25. April 1999 in Peking friedlich protestierten, stellte ich fest, dass in unserer Stadt bereits mehr als 200 Menschen angefangen hatten, Falun Gong zu praktizieren.

Ich fand heraus, dass alle diese Praktizierenden gute Menschen waren und keiner von ihnen irgendwelche Verbrechen begangen hatte. So erkannte ich, dass Falun Gong gut sein muss.

Ein Verwaltungsbeamter, den ich kenne, sagte: ‚Es ist nichts falsch daran, Falun Gong zu praktizieren. Es erspart auch eine Menge unnötiger medizinischer Kosten!'“

Viele Falun-Gong-Praktizierende wurden verhaftet, nachdem die Kommunistische Partei Chinas die Verfolgung im Juli 1999 angeordnet hatte. Unser Freund, Leiter der öffentlichen Sicherheit, ermahnte die örtliche Polizei, in Übereinstimmung mit den offiziellen Gesetzen zu handeln.

Deshalb wurden viele der in seinem Gebiet verhafteten Praktizierenden nach fünfzehn Tagen Haft freigelassen. Während dieser Zeit durften sie die Lehre des Falun Dafa lesen und die fünf Übungen praktizieren. Sie wurden nie verhört oder gefoltert.

Im Gegensatz dazu beschlagnahmten viele Haftanstalten in Xinjiang das persönliche Eigentum der Praktizierenden, verlangten von ihnen Zwangsarbeit, rasierten ihre Köpfe und erlaubten ihnen nicht, die Übungen zu machen.

Jeden Tag mussten die Praktizierenden dort die Regeln der Haftanstalt aufsagen und sich eine kleine, zehn Quadratmeter große Zelle mit elf oder mehr Personen teilen.

Die Wärter versorgten sie mit nur zwei kleinen Mahlzeiten pro Tag. Am Morgen bekamen sie eine Schüssel Haferschleim und ein gedämpftes Brötchen. Am Nachmittag erhielten sie eine Schüssel Gemüsesuppe und ein weiteres Brötchen.

Wenn ein Praktizierender mittags essen wollte, musste er das Essen in der Kantine kaufen, zum doppelten sonst üblichen Preis. Familienmitglieder durften keine Haushaltsgegenstände oder Lebensmittel bringen.

Als unser Freund zum stellvertretenden Leiter einer örtlichen Behörde des Nationalen Volkskongresses in einem anderen Landkreis befördert wurde, verschärfte sich die Verfolgung in seiner ehemaligen Stadt erheblich.

[1] mehr zur der Inszenierung unter: http://de.minghui.org/cc/88/

[2] Der Kaiserpalast im Zentrum Pekings, in dem die Kaiser von China residierten. Der einfachen Bevölkerung war der Zutritt zum Palast verwehrt, was den Namen Verbotene Stadt erklärt.

Chinesische Version

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