Folter und Zwangsarbeit im Frauengefängnis Jiangxi
 

Folter und Zwangsarbeit im Frauengefängnis Jiangxi

Wegen meines Glaubens an Falun Dafa wurde ich im Frauengefängnis der Provinz Jiangxi eingesperrt, wo ich gefoltert und zur Arbeit gezwungen wurde. Auch war ich Zeugin davon, wie andere Falun-Gong-Praktizierende grausam misshandelt wurden.

Praktizierende durften mit niemandem sprechen oder andere begrüßen. Wenn sie das taten, wurden sie bestraft. Jede Falun-Gong-Praktizierende, die zum ersten Mal dort war, wurde von zwei Häftlingen 24 Stunden pro Tag beaufsichtigt. Die häufigsten Strafen waren: lang andauerndes Stehen und von Häftlingen ständig überwacht werden – auch während des Essens, Schlafens und der Toilettenbenutzung.

Die meisten der Gefangenen, die zur Überwachung der Falun-Gong-Praktizierenden bestimmt wurden, waren Mörder, Drogenhändlerinnen und Betrügerinnen. Auf Anweisung der Wärter waren diese Gefangenen skrupellos. Ihre Haftstrafen wurden verkürzt, wenn sie die Praktizierenden folterten und sie dazu brachten, ihren Glauben aufzugeben.

Die Wärter unterzogen diese Gefangenen oft einer Gehirnwäsche und sagten dann, sie würden „gut ausgebildet“. Von Zeit zu Zeit kauften sie ihnen Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs, damit sie sich bei den Misshandlungen an den Praktizierenden noch mehr anstrengten. Sobald sie sich den Wärtern nicht unterordneten, wurden sie sofort ersetzt.

Als ich inhaftiert war, hörte ich von verschiedenen Foltermethoden, die bei Falun-Gong-Praktizierenden angewandt wurden.

In allen acht Abteilungen des Gefängnisses wurden Zwangsjacken verwendet. Xiao Ye, ein Wärter, der sich auf die Verfolgung von Falun-Gong-Praktizierenden spezialisiert hat, sagte, sie hätten genug Zwangsjacken für ungehorsame Gefangene. Sie verbanden die Oberteile mit den Hosen. Auch die Innenseiten der Hosen waren so zugenäht, dass sich jeder, der sie trug, nur in kleinen Schritten bewegen konnte. Sowohl kriminelle Häftlinge als auch Falun-Gong-Praktizierende wurden gezwungen, diese Anzüge zu tragen.

Die Gefangenen blieben von morgens bis abends an Handschellen gefesselt und wurden daran aufgehängt, wobei ihre Füße auf den Boden zeigten, aber nicht in der Lage waren, den Boden zu berühren. Sie wurden nur zu den Mahlzeiten freigelassen. Manche Gefangene wurden auch an den Finger mit einem Seil gefesselt und aufgehängt. Einige Gefangene starben infolge dieser Folter.

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Folter-Illustration: An Handschellen aufgehängt

 

Manche Gefangenen mussten von morgens bis abends hocken und durften nicht aufstehen.

Andere wurden an ein Bett gefesselt, so dass sie sich nicht bewegen konnten, wobei Arme und Beine an den vier Ecken des Bettes festgebunden waren. Sie durften nicht zur Toilette gehen…

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Folter-Nachstellung: An ein Bett gefesselt

 

Die Gefangenen bekamen zu den Mahlzeiten nur Reis oder Dampfbrote.

Gefangene wurden von 5 bis 22 Uhr zur Arbeit gezwungen. Wenn sie in ihre Zellen zurückkehrten, durften sie sich nicht hinsetzen, sondern mussten bis 2 Uhr morgens stehen.

Während einer „Angriffsphase" wurden Falun-Gong-Praktizierende 24 Stunden am Tag des Schlafes beraubt, bis sie ihren Glauben aufgaben. Die Praktizierenden waren erschöpft, benebelt, geistig schwach und gaben schließlich nach. Auch ich wurde gegen meinen Willen von kriminellen Häftlingen und ehemaligen Praktizierenden, die ihren Glauben bereits aufgegeben hatten, „umerzogen".

Falun-Gong-Praktizierende, die sich nicht umerziehen ließen, unterlagen strengen Beschränkungen bei Familienbesuchen oder durften gar keinen Besuch bekommen.

Das Produkt der Sklavenarbeit in der Abteilung 6 waren Schirme. Diese Arbeit war die anstrengendste im gesamten Gefängnis. Es wurden nur Falun-Gong-Praktizierende eingesetzt.

Praktizierende im Alter von 50 bis über 70 Jahren schoben mit gebeugten Rücken die Körbe mit Regenschirmen an ihre Arbeitstische. Die Körbe waren nicht mit Rädern ausgestattet, so dass diese Arbeit sehr schwierig war; auch wog jeder Korb 40 Kg.

Innerhalb von 10 Minuten musste ein Korb gefüllt sein. Danach stapelten sie die in Schachteln gepackten Regenschirme übereinander.

Es gab eine Regel in der Gefängniswerkstatt: Niemand durfte anderen helfen; wer anderen hilft, wird bestraft. Aufgrund des jahrelangen Hin- und Herschiebens der Schirme war der Boden weich und holprig. Die über 70 Jahre alte Falun-Gong-Praktizierende Liu Xiaoci fiel einmal auf dem unebenen Boden hin und konnte nicht mehr alleine aufstehen. Der Wärter ließ jedoch nicht zu, dass ihr jemand half.

Polizisten und Insassen, die an der Verfolgung von Falun-Gong-Praktizierenden beteiligt waren:

Abteilung 3: Polizisten: Wu Jingmin, Lu Yuan, Ding XianGefangene: Yang Lihong, Huang Haizhen, Zhang Yanmei, Wu Ting

Abteiung 1: Gefangene: Qi Lijuan

Abteilung 6: Polizisten: Xiao Ye, Zhao Yubing, YeGefangene: Chu Hongmei, Xiao Wenting, Duan Jing, Qiu Mingxiu

Chinesische Version

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