Die Verfolgung von Frau Zhang, Ärztin aus Harbin

Die Falun-Dafa-Praktizierende Zhang Guizhi stand am 23. August 2018 rechtswidrig vor dem Bezirksgericht Nr. 3 in Yilan. Der Richter erlaubte ihr nur, während des Verfahrens mit „Ja“ oder „Nein“ zu antworten, was gegen das gesetzliche Recht verstößt, sich selbst zu verteidigen.

Schon der Beginn der Verhandlung verlief anders als normal. Richter Zhang Anke erklärte zu Anfang, dass er vom Mittleren Gericht Harbin mit der Durchführung des Prozesses beauftragt worden sei. Dann bestimmte er, dass nichts über Falun Dafa vor Gericht diskutiert werden dürfe.

So griff der Gerichtsschreiber während des Prozesses sofort ein, sobald Frau Zhang zu reden begann. „Ich stelle hier die Fragen. Sie dürfen mir keine Frage stellen“, warnte der Richter die Praktizierende.

Nach Ende des Prozesses erlaubte das Gericht nur einem Familienmitglied, sich kurz mit Frau Zhang zu treffen und das mit der Bedingung, dass der Angehörige kein Falun-Dafa-Praktizierender sein durfte.

Details der Verfolgung

Frau Zhang Guizhi kommt aus dem Bezirk Tonghe der Stadt Harbin. Sie arbeitete als Ärztin im Frauen- und Kinderkrankenhaus des Bezirks Tonghe der Provinz Heilongjiang. 1999 begann sie, Falun Dafa zu praktizieren, und lebte fortan nach den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht. Sie war rücksichtsvoll gegenüber anderen und weigerte sich, Bestechungsgelder von Patienten und Pharmaunternehmen anzunehmen, wie es in China üblich ist.

Am 4. Dezember 2009 wurde sie von ihrem Arbeitgeber zur Weiterbildung an die medizinische Universität Harbin geschickt und wohnte währenddessen im Bezirk Daowai.

Am 14. Dezember 2009 weckten Beamte der Polizeibehörde des Banners Ewinki, Innere Mongolei sie mitten in der Nacht auf und nahmen sie fest. Die Polizisten beschlagnahmten ihr Geld, ihr Handy und andere persönliche Gegenstände.

Frau Zhang erklärte der Polizei, dass sie von ihrem Krankenhaus geschickt worden sei, um ihr Studium fortzusetzen. Als Beweis legte sie medizinische Aufzeichnungen vor.

Dennoch nahm die Polizei sie mit und hielt sie illegal in einem Zwangsarbeitslager fest, wo sie ständiger Folter ausgesetzt war. Man ließ sie erst frei, als sie durch die Misshandlungen sehr krank geworden war. In der Folge verlor sie ihre Anstellung.

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Folterillustration: Mit Handschellen an die Fuknöchel gefesselt


Frau Zhang schrieb Briefe an das örtliche Büro 610, an die Polizei, die Polizeidienststellen und die Bezirksregierung über die Verfolgung von Falun Dafa durch das kommunistische Regime. Am 19. August 2011 nahmen Polizisten Frau Zhang dann in ihrer Bäckerei fest und verurteilten sie zu fünf Jahren Haft.

Sie wurde ins Frauengefängnis der Provinz Heilongjiang gesperrt, wo sie in Isolationshaft gefoltert und in Fesseln interniert blieb.

Der stellvertretende Leiter der Gefängnisabteilung 8, Chang Xiaoli, befahl den Gefangenen, sie zu schlagen. Als Folge der Misshandlungen litt Frau Zhang an einer psychischen Störung.

Sie wurde erst am 18. August 2016 wieder entlassen.

Im Juli 2017 nahm die Polizei von Harbin sie erneut fest und hielt sie 15 Tage lang im Untersuchungsgefängnis gefangen.

Als Frau Zhang danach am 10. April 2018 versuchte, Briefe über die Post des Bezirks Tonghe zu versenden, weigerte sich der Angestellte, die Briefe anzunehmen. Er sagte ihr, dass der Manager konsultiert werden würde. Doch stattdessen meldete man sie der Polizei.

Bald danach wurde sie vom Leiter des Büro 610, Zhang Yue, und den Beamten der Staatssicherheit Zhang Shiguo, Tai Fenghai, Zhang Jiawei und Zhang Dongxing verhaftet. Sie brachten Frau Zhang noch am selben Tag ins zweite Untersuchungsgefängnis in Harbin, auch bekannt als Untersuchungsgefängnis Yazijuan.

Das Gefängnis behauptet, in ihrer Leitung human zu sein. „Wir haben nicht mehr das Jahr 1999 (als die Kommunistische Partei Chinas anfing, Falun Dafa zu unterdrücken). Wir verfolgen keine Falun-Dafa-Praktizierenden. Wir kümmern uns nur um sie“, sagte der Beamte Wu Yanli.

Das „Kümmern“ sah dann so aus, dass Frau Zhang im Gefängnis von Beamten zusammengeschlagen wurde, als sie die Falun-Dafa-Übungen machen wollte. Ihre Augen schwollen dadurch stark an. Die Beamten zwangen sie dann, Yoga-Übungen zu praktizieren.

Später wurde Frau Zhangs Fall an das Bezirksgericht Yilan weitergeleitet. Ihre Familie bekam den Verhandlungstermin mitgeteilt.

An der Verfolgung beteiligt:

Zhang Anke, Richter des Bezirksgerichts Yilan: +86-451-57226633, +86-13351817678

Zang Xiaodong, Leiter des Bezirksgerichts Yilan: +86-451-57239229, +86-13845174977

Zhang Yue, Leiter des Büros 610 des Bezirks Tonghe: +86-18946015499

Zhang Shiguo, Staatssicherheit des Bezirks Tonghe: +86-15326628122

Chinesische Version

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